Auswahl der richtigen Steuerklasse

steuerklasse

Eine Auswahl ist nicht möglich wenn man alleinstehend ohne Kind ist, da bekommt man automatisch die eins. Sollte man alleinstehend mit Kind sein bekommt man als Lohnsteuerklasse die Zwei. Ebenso ist festgelegt wenn einer über 400 € in einen Zweitjob arbeitet automatisch die Lohnsteuerklasse Sechs bekommt. Man kann nur die Lohnsteuerklasse wählen wenn man verheiratet ist. Da besteht die Möglichkeiten das beide Vier Vier wählen oder Drei Fünf.
Die Ehepaare sollten Vier Vier wählen wenn sie in etwa das Gleiche verdienen. Das hat aber nicht unbedingt was damit zu tun Steuern zu sparen sondern um denn ehelichen Frieden zu bewahren. Es soll sich keiner benachteiligt fühlen, dass er mehr Steuern zahlt als der andere. Die Steuern, die zuviel gezahlt wurdern kann man am Ende des Jahres durch eine Steuererklärung wieder bekommen. Der Wechsel in die Lohnsteuerklassen Drei und Fünf würden sich aber schon lohnen da die Gesamtsumme der Abzüge beider Bruttolöhne einfach geringer ist wie bei Vier Vier, denn da werden zweimal 30,52 % an Lohnsteuer, zweimal 1,67 % an Soli und zwei mal ein höherer Prozentsatz an Kirchensteuer.
Der Wechsel auf Drei Fünf lohnt sich nur dann wenn einer wesentlich mehr verdient als der andere bzw. einer nicht berufstätig ist. Der Mehrverdiener sollte dann die Drei haben und der Geringverdiener die Fünf. Die Vorteile der Drei sind, dass kein Solidaritätszuschlag abgezogen wird. Ebenso wird nur 5,5 % an Lohnsteuer abgezogen, wie auch nur 0,5 % an Kirchensteuer. Bei der Lohnsteuerklasse Fünf werden aber 16,8 % an Lohnsteuer, 0,88 % Solidaritätszuschlag, und 1,44 % Kirchensteuer. Die Sozialabgaben bleiben bei beiden Lohnsteuerklassen bei 21 %. Bei einem Rechenbeispiel von 2500 ,- € brutto mit eingeschlossen Werbungskosten 76,66 € würden einem bei der Lohnsteuerklasse Drei 1749,93 € als Nettolohn und bei der Fünf 1438,05 € Netto bleiben. Ein unlogischer Wechsel für ein Jahr lohnt sich nur dann wenn die Frau als Geringverdiener schwanger ist um das Elterngeld zu erhöhen. Wo man auch die zuviel gezahlten Steuren meist bei der Steurerklärung wieder bekommt.